Angelschnur
Grundlagenwissen zum Thema Angelschnur
Die einzelnen Arten von Angelschnur im Überblick: Monofile Schnüre, geflochtene Schnüre und Hybrid-Schnüre. Erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile einzelner Schnurarten.
Infos über Angelschnüre
Bei der Zusammenstellung einer Angel kommt es darauf an, dass alle Komponenten möglichst gut aufeinander abgestimmt sind - schließlich ist eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Bei einer Angel stellt in den meisten Fällen die Angelschnur das schwächste Glied dar. Kein Wunder also, dass die meisten Angler beim Kauf der Schnur sehr vorsichtig sind und viele Schnüre miteinander vergleichen, bevor sie sich auf eine bestimmte Schnur festlegen.
Angelschnüre müssen gleich mehreren Ansprüchen gerecht werden. In erster Linie kommt es den Anglern vor allem darauf, dass die Tragkraft möglichst hoch ist. Denn je höher die Tragkraft ausfällt, desto stärker kann eine Schnur belastet werden. Des Weiteren spielen der Schnurdurchmesser und die Farbe eine wichtige Rolle. Beide Faktoren entscheiden maßgeblich darüber, ob und wie die Angelschnur sowohl von den Fischen als auch vom Angler wahrgenommen wird. Einen weiteren Punkt stellt die Dehnbarkeit der Schnur dar. Je nach Angelmethode wird eine unelastische oder eine dehnbare Schnur benötigt. Auch die Schwimmfähigkeit spielt eine wichtige Rolle. Je nach Angelmethode und Vorlieben des Anglers werden schwimmende oder auch sinkende Angelschnüre benötigt.
Auf dem Markt werden die unterschiedlichsten Schnüre angeboten. Die wichtigsten bzw. die am meisten verbreiteten Arten werden im Folgenden vorgestellt.
Monofile Angelschnur
Bei der monofilen Angelschnur handelt es sich sozusagen um den Klassiker. Diese Schnur wird schon seit Begin des vergangenen Jahrhunderts industriell hergestellt. Ihr Name rührt daher, dass sie aus einer einzigen Faser hergestellt wird. Verallgemeinert lässt sich sagen, dass monofile Schnüre sehr dehnbar sind und zugleich in den unterschiedlichsten Farben angeboten werden. Was das Farbangebot betrifft, so handelt es sich um die Angelschnüre mit der höchsten Transparenz.
Geflochtene Angelschnur
Geflochtene Schnüre unterscheiden sich von monofilen Schnüren dahingehend, dass sie aus einer Vielzahl an Fasern gefertigt werden. Bei den meisten Herstellern beruht geflochtene Angelschnur auf dem Prinzip, dass zahlreiche kleine Nylonfasern miteinander versponnen werden. Durch das Verspinnen kann eine beeindruckend hohe Tragkraft erreicht werden. Wenn man den Schnurdurchmesser als Vergleichsbasis in Betracht zieht, so erreicht eine geflochtene Angelschnur eine wesentlich höhere Tragkraft als eine monofile Angelschnur. Allerdings bringt diese Schnur auch einige Nachteile mit sich, so dass längst nicht alle Angler mit geflochtenen Schnüren fischen. Sowohl im Bezug auf die Transparenz als auch auf die Dehnbarkeit kann eine geflochtene Angelschnur mit einer monofilen Schnur nicht konkurrieren.
Hybrid-Schnüre / Hybrid-Angelschnur
Die Hybrid-Angelschnur wurde in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt. Sie stellt eine Symbiose aus monofiler und geflochtener Angelschnur dar. Sie vereint sozusagen die Vorteile beider Schnurarten. Dementsprechend ist es auch nicht sehr verwunderlich, dass sich zunehmend mehr Angler für Hybrid-Angelschnüre begeistern können. Allerdings sind diese Schnüre auch verhältnismäßig teuer.
Angelschnur zum Fliegenfischen
Bei dieser Schnur handelt es sich um eine ganz spezielle Schnur, die sich von anderen Angelschnüren maßgeblich unterscheidet. Beim Fliegenfischen wird eine Schnur eingesetzt ist, die sehr viel dicker als gewöhnliche Angelschnur ist. Die meisten dieser Schnüre sind so gefertigt, dass sie nach vorne hin verjüngt sind bzw. immer dünner werden. Diese Formgebung verleiht der Schnur ganz besondere Flugeigenschaften. Aufgrund aufwendiger Herstellungsverfahren sind Fliegenschnüre relativ teuer. Außerdem haben sie eine feste Länge und können nicht einfach abgeschnitten werden, so dass kaputte Fliegenschnüre komplett ersetzt werden müssen, falls sie beschädigt werden.